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Bau der Anlagen Bürgersolar und Investsolar

Bürgersolar

Bau des ersten Teilabschnitts 

Nachdem ein Teilabschnitt des Walles fertiggestellt war, entschied man sich im Sommer 2002 hier eine Schallschutzwand aus Betonelementen zu errichten, auf der die Photovoltaikelemente aufgeständert wurden. Dieser erste Abschnitt, mit einer Länge von 320 Metern, wurde am 23.12.2002 in Betrieb genommen. Module mit einer Gesamtfläche von fast 1000 Quadratmetern liefern über Zentralwechselrichter Strom in das Versorgungsnetz der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung erzeugt die Anlage eine Spitzenleistung von 123 Kilowatt.

Besonders erwähnenswert ist die Finanzierung des 870.000 Euro-Projektes. Über die Beteiligungsgesellschaft BürgerSolar haben sich 43 Privatpersonen aus Freising und der Region zusammengeschlossen. Unter Federführung der Freisinger Stadtwerke Forschungs- und Projekt-GmbH wurde das Solar-Projekt auf den Weg gebracht, die auch den Betrieb der Anlage für alle Eigentümer übernimmt. Diese erhalten bei Betrieb der Anlage mit der Vergütung des eingespeisten Stroms in das Netz der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH eine entsprechende Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals.

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Investsolar

Bau eines weiteren Anlagenteils

Auf Grund der positiven Erfahrungen bei der Errichtung der ersten Teilanlage wurde im Winter 2002 schon über eine mögliche Erweiterung der Anlage nachgedacht. Grundvoraussetzungen für den Weiterbau waren zum einen die Finanzierbarkeit eines solchen Projektes und zum anderen ein sinnvolles technisches Konzept.

Mitte Mai 2003 erhielt die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH Kenntnis, an dem von der Europäischen Gemeinschaft (EU) aufgelegten 5. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung teilnehmen zu können. Der bereits geplante Weiterbau, der im Vorjahr in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage auf dem Schallschutzwall entlang der Autobahn (1. Teilabschnitt) passte hervorragend in die Konzeption dieses Forschungsprojektes.

In Zusammenarbeit mit dem spanischen Modulhersteller Isofotòn, dem EU Projektkoordinator, der Firma Gehrlicher und der Firma Kohlhauer sowie einer Anzahl weiterer Projektpartnern wurde geprüft, ob für diese Anlage mit 500 kWp in der nach den Förderrichtlinien vorgegeben Zeit eine Realisierung möglich ist, da bislang nur eine Vorstudie für einen anderen Standort in Europa vorlag.

Das spezielle von der Firma Isofotòn für den Schallschutz entwickelte Photovoltaikelement auf einem Keramikträger war umfangreich im Vorfeld geprüft und für die Produktion freigegeben.

Nachdem das technische Konzept der Trägerkonstruktion und der Elektroinstallation komplett neu überarbeitet war, wurde mit Beschluss durch den Aufsichtsrat der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH am 16. Juni 2003 mit dem Bau des 3,75 Millionen-Euro-Projekts begonnen. Das neue Konzept der Firma R. Kohlhauer GmbH sah eine Stahlstützenkonstruktion vor, in welche anschließend die Aluminium-gerahmten Photovoltaikelemente eingebracht wurden.

Planung

Die Planung und die elektrische Installation des photovoltaischen Teiles erfolgte durch die Firma Gehrlicher - Umweltschonende Energiesysteme - GmbH aus München. Es kommen Photovoltaikmodule verschiedener Art zum Einsatz: Im Sockelbereich wurden Konventionelle Module mit einer Leistung von 162 kWpeak installiert. Der für den Schallschutz relevante Bereich wurde mit den innovativen Keramikmodulen mit einer Leistung von 337 kWpeak bestückt. Um Unterschiede bei der Stromerzeugung feststellen zu können, sind die beiden Systeme mit getrennten Messungen versehen. Die gewonnene elektrische Energie wird abschnittsweise mit zentralen Wechselrichtern von Gleichstrom in Wechselstrom umgeformt und über die ebenfalls neu errichtete Trafostation in das Versorgungsnetz eingespeist.

Sanierung

Die Anlage wurde 2009 generalsaniert. Die Keramikmodule, bei denen der Energieertrag gegenüber vergleichbaren konventionellen Anlagen sehr stark nachgelassen hatte, wurden komplett mit neuen Isofoton-Modulen überbaut und die Leistung insgesamt auf 594 kWpeak erhöht.

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