Kopfbild Presse

Jahresabschluss der Stadtwerke Freising und Tochtergesellschaften

(vom 27.06.2017)

Zahlen und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016

Die Stadtwerke Freising haben nach dem Ergebnisausgleich der Tochtergesellschaften das Jahr 2016 mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 2,012 Millionen Euro abgeschlossen.

Die Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH hat maßgeblichen Anteil am Erfolg der Stadtwerke und erreichte ein positives Ergebnis in Höhe von 5,237 Millionen Euro.

Der Gesamtabsatz im Bereich Strom ist mit 111,6 Millionen Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahr, durch Kundengewinnung in der Region, um rund 5 Millionen Kilowattstunden angestiegen. Die durch das Stromnetz transportierte Menge liegt relativ konstant bei 314,3 Millionen Kilowattstunden. Auch die Absatzmenge von Erdgas an Endkunden ist mit 218,1 Millionen Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahr etwas angestiegen. Die Erdgasmenge, die im Netz transportiert wurde, erhöhte sich von 322,3 Millionen auf 342,4 Millionen Kilowattstunden. Dies ist auf die erhöhte Abnahme von Industriekunden zurückzuführen. Die Tarife wurden für das Jahr 2016 trotz eines Anstiegs der Netzentgelte und Umlagen nicht erhöht, weil Preisvorteile aus der Strombeschaffung an die Kunden weitergegeben wurden.

Das Investitionsvolumen wurde in den Versorgungsbereichen erneut gesteigert. Im Stromnetz wurden im Jahr 2016 insgesamt 2,4 Millionen Euro und damit 0,7 Millionen mehr als im Vorjahr investiert. Auch im Erdgasnetz lagen die Investitionen mit 954.200 Euro über dem Vorjahreswert von 642.000 Euro. In erster Linie entfallen diese auf Versorgungsleitungen und Leitungen, die aufgrund von Neuanschlüssen oder im Zuge von Straßenbaumaßnahmen neu erstellt oder umverlegt werden mussten. Der erhebliche Anstieg ist auf das hohe Maß an Bauaktivität und Infrastrukturmaßnahmen in Freising zurückzuführen. Zudem setzt die Instandhaltungsstrategie in den Versorgungsnetzen auf Versorgungsqualität und -sicherheit.

Erneuerbare Energie hat bei der Freisinger Stadtwerke Versorgungs-GmbH einen hohen Stellenwert. Im Geschäftsjahr konnte der Windpark in Oerlenbach, Landkreis Bad Kissingen, an dem die Freisinger Stadtwerke beteiligt sind, den Betrieb aufnehmen. Insgesamt erhöht sich damit der Leistungsanteil an Windenergieanlagen von 1,7 auf 2,3 Megawatt. Damit können pro Jahr rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und rund 1.000 Haushalte versorgt werden.

Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Trinkwasserverbrauch auf 3,057 Millionen Kubikmeter und überschritt damit erstmals die Marke von 3 Millionen.

Um die hohe Wasserqualität und Versorgungssicherheit im Bereich der Wasserversorgung zu gewährleisten, haben die Stadtwerke Freising das Investitionsvolumen nochmals um 0,3 Millionen Euro auf 1,9 Millionen Euro gesteigert. Mit dem Einbau neuer Pumpen und moderner Fernwirk- und Automatisierungstechnik wurden die Tief- und Flachbrunnen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Weiter wurde für Netzerweiterungen im Stadtgebiet und Rohrnetzauswechslungen einschließlich der Erstellung von Hausanschlüssen investiert. Ein Großteil der Investitionen wird im Zuge von städtischen Baumaßnahmen und Straßenneubauten ausgeführt.

Obwohl hohe Investitionen für den Unterhalt und die Modernisierung des Versorgungsnetzes getätigt wurden, liegt der Abgabepreis in Freising unverändert bei 1,50 Euro (brutto) pro Kubikmeter, entsprechend 0,15 Cent pro Liter. Auch die Grundgebühren wurden unverändert beibehalten.

Bei den Bädern hat sich der Verlust von 742.000 Euro im Vorjahr auf 1,05 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 erhöht. Im Freibad kamen durch das unbeständige und kühle Wetter deutlich weniger Besucher. Zudem erfolgt die Finanzierung des neuen Hallen- und Freibads hauptsächlich durch Fremdmittel, dadurch sind auch erste Zinsaufwendungen im Ergebnis sichtbar.

Bei der Freisinger Parkhaus und Verkehrs-GmbH konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich verbessert werden. Der Fehlbetrag reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 691.000 Euro auf 1,48 Millionen Euro. Der Verlust bei den Parkhäusern verringert sich um 40.300 Euro auf 531.700 Euro. Beim Verkehrsbetrieb verringert sich der Verlust um 650.900 Euro auf 952.000 Euro.

zurück