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Freisinger Fernwärme wird 30

(vom 20.11.2017)

Energiesparende und umweltschonende Wärmeversorgung seit 1987

In diesem Herbst begeht die Fernwärmeversorgung Freising GmbH (FFG) ihren 30. Geburtstag. Die 50prozentige Tochter der Stadtwerke Freising hat es sich seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Freising mit Fernwärme wirtschaftlich und umweltfreundlich zu versorgen. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Freising und der Bayernwerk Natur GmbH in der FFG hat sich in diesen 30 Jahren bestens bewährt.

Alexander Wagner, technischer Geschäftsführer der FFG, betonte anlässlich des Gründungsgeburtsta-ges: „Wer Fernwärme nutzt, setzt Energie rationell ein und trägt zur Sicherung der Umwelt und der Pri-märenergievorräte für nachfolgende Generationen bei." Die Fernwärmeerzeugung beruht für über 90 Prozent der jährlich produzierten Fernwärme auf dem Prinzip der primärenergiesparenden und umwelt-schonenden Kraft-Wärme-Kopplung. Diese Methode ermöglicht eine besonders effiziente und hohe Energieausnutzung der eingesetzten Primärenergie und leistet einen hohen Beitrag zur Reduktion sämtlicher Luftschadstoffe und des klimaschädlichen Kohlendioxids. Mit der Errichtung des Biomasse-heizkraftwerks in Zolling vor knapp 15 Jahren ist die FFG in der Lage, ihren Kunden 100 Prozent rege-nerativ erzeugte „Grüne Fernwärme" anzubieten.

Derzeit können die Erzeugungsanlagen in Zolling, Weihenstephan – für die Spitzenlast bei kalter Witte-rung – und Hallbergmoos als Reserveanlage bis zu 180 Megawatt Wärmeleistung erzeugen. Entlang der Fernwärmetransportleitung bietet sich für Industrie, Handel, Gewerbe, Behörden, öffentliche Einrich-tungen und Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, umweltschonende Fernwärme zu wirtschaftlich günsti-gen Konditionen zu beziehen. Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Fernwärmeverteilnetze wird ein Anschluss mittlerweile auch zunehmend für viele private Haushalte zu einer attraktiven und kostenspa-renden Heizungsalternative.

Mit Fernwärme erhalten die Kunden genau das, was sie eigentlich benötigen: Fertige Wärme. Kompe-tenz und Know-how der Partner in der FFG beim Betrieb der Versorgungsanlagen garantieren allen Fernwärmekunden Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und kundenfreundlichen Service. Aktuell werden einige hundert Objekte mit einem Anschlusswert von in Summe rund 79 Megawatt mit Fernwärme über annähernd 200 Übergabestationen versorgt. Die nutzbare Wärmeabgabe an diese Kunden betrug im Jahr 2016 über 131.000 Megawattstunden. Dies entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von etwa 17.000 Wohnungen.

Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme verbunden mit modernster Rauchgasreinigungstech-nologie im Heizkraftwerk Zolling bewirkt eine beachtliche Schadstoffreduktion. Pro Jahr werden durch die Fernwärmeerzeugung etwa 26 Tonnen Schwefeldioxid und sieben Tonnen Stickoxide gegenüber Einzelfeuerungen mit Heizöl-/Erdgas-Kesseln vermieden. Bei Betrachtung des klimaschädlichen Treib-hausgases Kohlendioxid (CO2) werden die Vorteile der gekoppelten Erzeugung noch deutlicher. Bis heute konnte durch die Fernwärmeversorgung der FFG der Ausstoß von rund 514.200 Tonnen CO2 vermieden werden. Andreas Voigt, kaufmännischer Geschäftsführer der FFG stellte deshalb klar: „Die FFG wird auch zukünftig ihren Beitrag zum Ausbau der Fernwärmeversorgung und damit zur Verbesse-rung der „Freisinger Luft" leisten."

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